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Warn- und Wetterschutzbekleidung: Sichtbar und sicher arbeiten

Wer draussen arbeitet, muss sich gut schützen – nicht nur vor dem Wetter, sondern auch vor dem Verkehr. Was genau Warn- und Wetterschutzbekleidung ist und wann, was getragen werden muss, erfährst du in diesem Beitrag.


Was ist Warnbekleidung?

Warnbekleidung ist dazu da, dass die Tragenden in unübersichtlichen und gefährlichen Situationen auffallen. Sie sind ein Teil der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) und müssen vom Arbeitgebenden gestellt werden.


Die Warnkleider sind in drei Klassen unterteilt: Jede einzelne bestimmt den Anteil des Bekleidungsmaterials, welches in fluoreszierender Warnfarbe und aus retroreflektierendem Material bestehen muss. 

Je höher die Klasse, desto höher der Schutz!

EN 20471: Die drei Warnschutzklassen

Es gibt drei verschiedene Warnschutzklassen, die der EN 20471-Zertifizierung entsprechen. Diese Kategorien sagen aus, in welchen Bereichen man sich aufhalten darf.

Es gilt: Je schneller der Verkehr ist, desto früher müssen die Tragenden entdeckt werden respektive desto sichtbarer müssen sie sein.

Klasse 1

Verkehr darf nicht schneller als 30 km/h sein.

min. Oberfläche fluoreszierendem Material 0,14 m²

min. Oberfläche reflektierendem Material 0,10 m²

Klasse 2

Verkehr darf nicht schneller als 60 km/h fahren.

min. Oberfläche fluoreszierendem Material 0,50 m²

min. Oberfläche reflektierendem Material 0,13 m²

Klasse 3

Verkehr fährt schneller als 60 km/h.

min. Oberfläche fluoreszierendem Material 0,80 m²

min. Oberfläche reflektierendem Material 0,20 m²


Wer braucht Warnbekleidung?

Das Tragen von Warnbekleidung ist für viele Menschen Pflicht.


Alle Personen, die auf oder öffentlichen Strassen arbeiten, müssen Warnbekleidung der Kategorie 2 oder 3 tragen, je nach Sichtverhältnissen und zugelassener Höchstgeschwindigkeit. 

  • Mitarbeitende im Forst- und Gartenbau
  • Angestellte der Winterhilfe und der Pannenhilfe
  • Personen des Abfuhr- und Transportwesens
  • Leute, die auf Baustellen arbeiten
  • Mitarbeitende im Sanitätsdienst
  • Angestellte auf Werkhöfen und Bauämtern
  • Arbeitstätige auf Flughäfen oder Werksgelände

Auch Menschen, die im Tunnel oder im Schienen- oder Gleisbau arbeiten, müssen generell Warnkleider der Klasse 3 tragen. 

Bahnbetriebe, wie die SBB, und Sanitätsdienste (IVR)  haben zum Teile interne, noch strengere Vorschriften, die es zu beachten gilt.


Die fluoreszierende Warnfarbe und die Reflektoren erhöhen die Sichtbarkeit einzelner Menschen, ob bei Dämmerung oder Witterung.


Was ist Wetterschutzbekleidung?

Nicht nur die Sichtbarkeit ist beim Arbeiten im Freien wichtig: Auch der Schutz vor Nässe und Kälte ist relevant.


Je nach Jahreszeit und Witterung sollten deswegen alle, die draussen arbeiten, zusätzlich zur Oberbekleidung auch Wetterschutzbekleidung tragen. 

Gute Wetterschutzkleidung ist wasserdicht und atmungsaktiv.

Auch hier kann in drei Klassen angegeben werden, wie gut das Kleidungsstück schützt.

EN 343 steht für Wasserdichte & Atmungsaktivität

Wie wasserdicht die Kleidung ist, wird am Aussenmaterial und an den Nähten getestet.

Die Kategorie 3 schützt dabei am besten.


X = Wasserdurchgangswiderstand = Wasserdichtigkeit (je höher der Wert, desto besser)

Y = Wasserdampfdurchgangswiderstand = Atmungsaktivität (Je niedriger, desto besser)

  X Wasserdichtigkeit: - 

  Y Atmungsaktivität: Ret > 40

  X Wasserdichtigkeit: >800 mm WS

  Y Atmungsaktivität: 25 < Ret ≤ 40

  X Wasserdichtigkeit: >1300 mm WS

  Y Atmungsaktivität: 15 < Ret ≤ 25

  X Wasserdichtigkeit: >2000 mm WS

  Y Atmungsaktivität: 15 < Ret ≤ 15


 

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